Maritimes Ambiente in der Seestadt Bremerhaven

aus dem Logbuch:

Zum zweiten Mal trafen sich Mitglieder und Interessierte des SCSE zum Austausch und gemeinsamen Erleben vom 20.05.- 22.05.2022. Zielort war die junge Hafenstadt Bremerhaven.

Im Hotel „Amaris“ schliefen wir nicht nur gut gebettet, nein, der Nachtportier zeigte auch den „alten“ Tresorraum der umgebauten Landeszentralbank. Diesem Portier verdankten wir auch gut gemeinte Cocktails.

Im Vergleich zu letztem Jahr wurden Ausflüge und Restaurants vor Ort gebucht. Am ersten Abend aßen wir im Restaurant „Lloyds“ am Museumshafen. Jan-Hendrik , der in der Nähe wohnt, gesellte sich zu uns. Ein bunter Abend mit wunderbaren Gesprächen, die sich durch das ganze Wochenende zogen, sorgten für eine vertraute familiäre Stimmung.

Samstag begannen wir den Tag nach einem reichhaltigen Frühstück mit einer Stadtrundfahrt. Vorbei am Klimahaus, sowie dem Ein- und Auswandererhaus ging es zum Neuen Hafen mit der Lloyd Marina. Weiter ging es am Kaiserhafen, über das Zollgrenz Freigebiet (Bananen- und Fruchtterminal) bis zur Autokaje und Container Terminal „Wilhelm Kaiser“.

Hier mache ich einen Absprung zu Sonntag: Wie schauten uns die Hafenwelten vom Wasser an.

Die größten Carrier der Welt schlagen ihre Container in Bremerhaven um. Zum Teil be- und entladen mehrere Containerbrücken ein solches Schiff mit über 6.000 TEU Stellkapazität. EDV- und GPS-überwacht und gestützt finden VAN-Carrier ihre Positionierung. Wie bunte Lego-Steine stapeln sich hier die Container. Um in der Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, soll es einen Zusammenschluss von Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg geben.

In einem der größten Autoterminals Europas staunten wir fasziniert über die Spezial-Parkhäuser (40.000Autos) und die nicht enden wollenden Stellplätze (60.000 Autos). Dazu noch Nutz- und Erntefahrzeuge und Bundeswehrfahrzeuge. Nobelkarossen von BMW und Mercedes zum Export, Koreanische und Japanische Fahrzeuge zum Import. 1,3 Millionen Fahrzeuge werden im Jahr umgeschlagen.

Zum Hochwasserschutz gibt es integrierte Wellenbrecher unterhalb der Kaje. So wird auch konterminiertes Löschwasser ggf. von der Weser weggeleitet. Ihr merkt, sehr beeindruckend für mich.

Aber Bremerhaven bietet so viel mehr zum Angucken, Anfassen und Mitmachen.
So verbrachten wir den Samstagnachmittag im Klimahaus. Über den 8°34'Ost zeigten uns verschiedene Menschen ihre Heimat: Schweiz, Sardinien, Niger, Kamerun, Antarktis, Samoa, Alaska bis zur Hallig Langeness nach Bremerhaven 8°34'Ost/ 53°32' Nord

Was uns noch fehlt: Ein Hauch Segelromanik an Bord des letzten deutschen Vollschiffs -> „Schulschiff Deutschland“. Mit 86 Metern Länge und orginalem Inventar kann man nicht nur das Schiff besuchen, nein, auch Übernachten ist möglich.

Ein rundum tolles Wochenende mit bestem Wetter ab Samstag. Ich freue mich auf die nächste Tour.

Elke Krüger